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Geschichte Kaufhaus-Unternehmen JOH
1760
Der Gelnhäuser Schneidermeister David Joh gründet in der Pfarrgasse in Gelnhausen seinen Betrieb und damit die Urzelle des heutigen Unternehmens.
Belegt wird die Firmengründung im Geschoßbuch (Steuerbuch) der Stadt Gelnhausen.
1763
Karl August Joh (4.8.1763 bis 26.2.1827) übernimmt nach einer Schneiderlehre und der anschließenden Meisterprüfung den Betrieb und führt ihn im Sinne seines Vaters weiter. Dies wird im Zunftbuch unter dem Datum vom 10. September 1787 dokumentiert.
1794
Wiederum nach einer Schneiderlehre und der Meisterprüfung übernimmt Heinrich Joh (13.4.1794 bis 4.8.1844) den in Gelnhausen ansässigen Betrieb. Dass dieser Betrieb jetzt bereits in der 3. Generation im Familienbesitz ist, geht ebenfalls aus einem handschriftlichen Eintrag aus dem Zunftbuch hervor, und zwar unter dem Datum des 28. Juni 1816.
1826
Nach der Lehre als Kappenmacher übernimmt David Joh (28.11.1826 bis 26.9.1902) den Betrieb von seinem Vater, Heinrich Joh, und verlegt ihn in die Petersiliengasse in Gelnhausen. Wie ein vorliegendes Dokument aus der örtlichen Zeitung bestätigt, übergab David Joh im September 1898 seinen Betrieb an seinen Sohn Heinrich Joh.
1874
Der gelernte Kürschner und Kappenmacher Heinrich Joh
( 2.1.1874 bis 8.5.1944) führte den von seinem Vater, David Joh, im Jahre 1896 übernommenen Betrieb in der Petersiliengasse Nr. 286 in Gelnhausen weiter. Dass Heinrich Joh als Vertreter der 5. Generation im Sinne der Firmenphilosophie tätig war, beweist die Formulierung der erwähnten Mitteilung über die Geschäftsübernahme in der örtlichen Zeitung. Hierin heißt es: "Streng reelle und coulante Bedienung setzen mich in den Stand, den Anforderungen eines wehrten Publikums gerecht zu werden."
1905
Die 6. Generation wurde von Heinrich Joh vertreten, der als gelernter Kaufmann und Mützenmachermeister das Unternehmen ab 1936 führte und mit dem Betrieb von der Petersiliengasse in die Langasse 2 umzog.
Im zweiten Weltkrieg wurde die Firma von seiner Frau Frieda geb. Wiegand weitergeführt. Nach der Währungsreform begann der weitere Ausbau der Firma, 1953 wurde in der Langgasse 9 ein zweites Geschäft eröffnet und 1959 wurde das damalige Textilgeschäft, die Firma Schrecke in der Schmidtgasse dazu übernommen.
1941
Mit Peter Joh und Christa Iwanitzky geb. Joh wird die 7. Generation geboren. Gemeinsam mit Ihren Ehepartnern bauen Sie das Unternehmen JOH zu einem der größten mittelständischen Kaufhaus-Unternehmen Deutschlands aus.
Mit dem Tod von Peter JOH und später auch seiner Tochter Dr. Petra JOH, ist die Übergabe an die nächste Generation nicht mehr möglich.
Das Unternehmen wird zunächst von Helma Joh, Dieter und Christa Iwanitzky, geborene Joh, weitergeführt und im Herbst 2002 an die United Stores Partners AG von Peter K. Sudholt verkauft.
1967
eröffnete JOH sein 1. Kaufhaus in Gelnhausen mit 1.100 qm Verkaufsfläche.
1969
Im März 1969 übernahm JOH das ehemalige PEKA in Büdingen. Bereits am 1. April würde Eröffnung gefeiert. 1975 und 1978 wurde durch große Erweiterungsbauten aus dem kleinen PEKA-Haus ein Kaufhaus mit über 3.000 qm Verkaufsfläche.
Weitere Erweiterungsbauten folgten in den Jahren 1986 und 1990.
1972
wurde der Neubau von JOH eins mit über 4.000 qm Verkaufsfläche eröffnet. Mit den Wünschen und Anforderungen der Kunden an modernes Einkaufen entwickelte sich das Kaufhaus JOH in Gelnhausen durch mehrere Um- und Erweiterungsbauten zum führenden Haus der Branche im Großraum Gelnhausen.
1983
Am 23. März 1983 wurde das Friedberger Kaufhaus Wieland durch JOH übernommen. Am 18. April 1983 feierte JOH die Eröffnung seines dritten Kaufhauses. Umfangreiche Um- und Erweiterungsbauten ließen das Kaufhaus JOH Friedberg schnell auf über 5.000 qm Verkaufsfläche wachsen.
1990
Im Oktober 1990 konnte JOH in Gotha sein erstes Kaufhaus in den neuen Bundesländern eröffnen. In der Fußgängerzone der einstigen Residenzstadt Gotha prägte das Kaufhaus JOH als erstesfrisch renoviertes Gebäude das Stadtbild mit zunächst nur 2.500 qm.
1991
Am Mittwoch, den 5. Juni 1991 eröffnet JOH das ehemalige Magnet-Kaufhaus in Zwickau mit über 4.000 qm Verkaufsfläche und direkt an der Fußgängerzone gelegen. Ein interessanter Standort für Kaufhäuser in den neuen Bundesländern. Bestechend ist die historische Fassade des Gebäudes, die von JOH sofort restauriert wurde.
1994
Im Herbst 1994 feiert JOH die Neueröffnung seines Kaufhauses in Saalfeld auf zunächst 1.500 qm.
1994
Ebenfalls im Herbst 1994 wird der komplette Umbau des JOH Kaufhauses in Gotha mit Erweiterung auf über 10.000 qm gefeiert.
1994
Nach Brand, Abriss und Neuaufbau des Ditzel Hauses Ende 1994 wird das Kaufhaus JOH Gelnhausen um eine Einkaufspassage mit
6 Fachgeschäften erweitert.
1996
Am 25. September feiert JOH die Eröffnung seines Kaufhauses JOH Zwickau nach umangreichen Um- und Erweiterungsbauten.
1998
Mit einem Erweiterungsbau um 2.000 qm und der Schaffung eines neuen Eingangsportals erhält das Gelnhäuser Kaufhaus ein neues Gesicht.
2002
Das Unternehmen JOH wird an die usp Deutschland GmbH verkauft. Der Firmensitz der neuen Eigentümer wird unmittelbar nach Gelnhausen verlegt. Anfang 2003 beginnt eine konzeptionelle Neuausrichtung der Kaufhausgruppe JOH.
2003
Mit der kompletten Neugestaltung der JOH Modewelten meldet sich JOH zurück in der Welt der Mode.
Mit über 10.000 qm neugestalteter Verkaufsfläche mit Mode und Markenshops in allen JOH-Kaufhäusern leistet die usp Gruppe die größte Investition im Handel außerhalb der großen Handelskonzerne.
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